Frage: Wie lernt ein Küken des großen Soldatenaras das Fliegen und welche Gefahren kommen hier zum Tragen?
Es gibt vier Gründe, warum Jungvögel ihren Erstflug nicht überstehen.
Den ersten haben wir bereits in der vorherigen Antwort genannt: Ausdünnung der Schwanzfedern durch eigentlich nützliche Insekten.
Der nächste Punkt ist, dass die Küken bei ihrem ersten Flugversuch im besten Fall ein Kronendach unter sich haben sollten – das kann auch Sekundärwald sein. Sie werden dann versuchen, etwa 200 bis 300 Meter weit geradeaus zu fliegen.
Wenn aber unter der Nisthöhle eine Kuhweide ist, kann es sein, dass sie sich nicht richtig orientieren können und erst in die eine Richtung und dann in die andere Richtung vom Baum aus gesehen fliegen. Dadurch ermüden sie zu schnell und können abstürzen.
Wenn Wald unterhalb vorhanden ist, kann es gut sein, dass sie nicht perfekt landen, aber sie bleiben dann mit den ausgebreiteten Flügeln in den Ästen hängen und sind erstmal in Sicherheit.
Der dritte Punkt ist eine Fehlbildung der Federn, z.B. durch Mangelernährung. So kann es sein, dass die Federn sehr weich sind und auf diese Weise nicht die nötige Steifigkeit beim Fliegen gewährleisten können.
Der letzte Punkt ist eine fehlenden Trainingsmöglichkeit fürs Fliegen im Nest. Küken trainieren zwei bis drei Stunden täglich vor dem ersten Flug das Fliegen im Nest. Dieses benötigt dafür einen Umfang von 50 bis 60 Zentimetern. Teilweise krallen sich sich dabei an der Außenseite des Nests fest und flattern mit den Flügeln innerhalb.
Sollte das Nest den benötigten Umfang nicht erfüllen können, so kann das Training auch nicht korrekt durchgeführt werden.
Ansonsten gilt:
Wenn die Nisthöhle hochgelegen ist, dann haben die Tiere bessere Voraussetzungen für ersten Flug.


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