100 Bäume gepflanzt

Es gibt Neuigkeiten des Wiederaufforstungsprojekts von Plantaciones Edelman.

  • Aufgrund der positiven Resonanz des Projekts wurde ein zweiter Pflanzabschnitt mit weiteren 50 Bäumen fertiggestellt. Damit wurden bereits mehr als 100 seltene Regenwaldbäume gepflanzt. Die wiederaufgeforstete Fläche beträgt mehr als 1100 Quadratmeter und das obwohl das Projekt erst wenig mehr als einen Monat lang offiziell läuft.
  • Es wurde ein wertvoller Kontakt mit einer Ara Aufzuchtstation in Puntarenas hergestellt.
  • Es konnten beachtliche Mengen der für den Soldatenara wichtigen Waldmandel (Dipteryx Panamensis) sowohl in Samenform, als auch in Form von Bäumchen beschafft werden.
    Anzahl beschaffter Samen: 75
    Anzahl beschaffter Bäumchen: 50
  • Die Suche nach Land zur Expansion des Projekts hat begonnen.
  • Es wurden weitere interessante Baumbeschreibungen mit Fotos in unser Baumlexikon aufgenommen. Unter anderem der Gummibaum und die Strandmandel.

7 Gedanken zu „100 Bäume gepflanzt“

  1. Hallo Experten, mir als niederbayerische Amateur-Gärtnerin scheint die Bepflanzung viel zu dicht! 100 große Bäume auf nur 350 qm??? Wie soll das in 20 Jahren aussehen?SChönen Gruß aus dem winterlichen München. Rita

  2. Hallo Rita,

    danke für den Kommentar. Dies ist in der Tat eine häufig gestellte Frage und im Folgenden werde ich sie hoffentlich zufriedenstellend beantworten.

    1. Die Pflanzdistanz für unser Wiederaufforstungsprojekt beträgt mindestens 3,8 m und zwar zu beiden Seiten hin (3,8 m x 3,8m). Das ist zwar dicht, aber noch wesentlich breiter als in typischen kommerziellen Wiederaufforstungsprogrammen, wo die Bäume – im Gegensatz zu unserem Projekt – nach etwa 15 Jahren gefällt werden.
    In kommerziellen Wiederaufforstungsprogrammen in Costa Rica ist der übliche Pflanzabstand für Teak etwa 3 m x 3 m und für Melina ebenso 3 x 3 m, teilweise wird aber auch mit noch weniger Abstand gearbeitet.

    2. Ein Wiederaufforstungsanleitung im Zusammenhang mit dem Panamakanal, die explizit auch als allgemeine Anleitung für jegliche Wiederaufforstungsprogramme dienen soll, empfiehlt ebenfalls 3 m x 3 m.
    Quelle: http://www.pancanal.com/esp/cuenca/manual-de-reforestacion.pdf (Seite 24)
    Ebenso wurde unser Pflanzabstand von der Baumschule des ICE (Costarikanisches Elektrizitätsinstitut) als für das Ziel adequat bezeichnet.

    3. Es werden ja verschiedene Baumarten gepflanzt, welche wir auf unserer Homepage vorstellen. Diese Bäume haben unterschiedliche Wuchseigenschaften und unser Ziel ist es, die Bäume so zu kombinieren, dass ein Baum mit später grossem Stammdurchmesser neben z.B. einer Palme mit sehr dünnem Stamm steht. Hierdurch kann der Raum optimal genutzt werden.

    4. Ein typischer Regenwald hat mehrere Stockwerke. Das heisst, dass einige Bäume unter anderen wachsen, ohne dabei ein zu gehen. Das Ziel unseres Wiederaufforstungsprojekt ist es, solch einen Wald – beschleunigt durch Baumpflege in den ersten Jahren – entstehen zu lassen.
    Auch wenn Bäume unter dem Baumdach wachsen, können sie produktiv sein und Tieren ihre Dienstleistungen wie Samen oder Unterschlupf bieten. Ebenso wird eine natürliche Samenverteilung in der Umgebung möglich sein.

    5. Es ist nicht aus zu schliessen, dass im Laufe der Jahre Bäume von anderen verdrängt werden können oder durch andere Einflüsse wie Schädlingsbefall, starke Winde, Erdrutsche und Überschwemmungen beeinträchtigt werden können. Wir weisen darauf in unseren AGB hin.

    6. Wir werden keinen der Patenbäume fällen – das garantieren wir.
    In der Regel werden die Bäume in Bereiche gesetzt, die nach hiesigem Recht unter speziellem Schutz stehen und dort somit keine Bäume gefällt werden dürfen. Fällt die Wiederaufforstung nicht in solch einen Bereich, so wird für die Bäume ein spezieller Schutz beantrag werden.

    In 20 Jahren hoffen wir also, dass neben vielerlei anderen seltenen Tieren auch der Soldatenara Lebensraum im neu entstandenen Regenwald finden wird.

    Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

  3. Hallo Rita,

    bei nochmaligem Durchrechnen der Größe der bepflanzten Fläche ist uns ein Fehler aufgefallen, der nun korrigiert wurde.
    Anstatt 350 Quadratmetern ist die von den 100 Bäumen belegte Fläche 1100 Quadratmeter groß.

    Vielen Dank für den Hinweis.

    1. Hallo,

      erst werden 350 m² schöngeredet und dann sind auf einmal 1100 m² da. Habt Ihr eigentlich ein Konzept für eine Regeneration oder legt Ihr eine Plantage an?

      Dirk

      1. Hallo Dirk,

        danke für Deinen Kommentar und die kritische Nachfrage.

        Bei der Angabe über den wiederaufgeforsteten Bereich kam es zu einem Rechenfehler.
        Anhand der Anzahl der gepflanzten Bäume wurde die bepflanzte Fläche ausgerechnet.
        Hierfür muss folgende Formel angewendet werden:
        Flächeninhalt = Pi * Radius²
        das sind pro Baum 11 m2 – und dann x 100 gibt 1100 m2. (Radius = 1.9; Durchmesser : 3.8; Umfang : 11.938 ergibt Flächeninhalt : 11.341)

        Die Pflanzbereiche sind in der Nähe eines existierenden Waldes angelegt und in kleinere Teilstücke aufgeteilt. Demnach war es einfacher an Hand dieser Formel die Fläche auszurechnen, anstatt sich vor Ort mit dem Maßband abzumühen.

        Da uns Transparenz am Herzen liegt, haben wir den Fehler für alle nachvollziehbar korrigiert.

        Unser Konzept für die Regeneration ist, dass alle neu gepflanzten Bäumchen in den ersten Jahren von Unkraut freigehalten werden. So können wir eine überdurchschnittliche Anwachsrate erzielen.
        Wenn die Bäume dann erst mal stark genug sind, können sie sich selbst überlassen werden und ein natürlicher Wald kann entstehen.
        Wichtig ist, dass wir Bäume anpflanzen, die selten sind und dem Soldatenara Nahrung zur Verfügung stellen können. Diese Bäume sind auch für unzählige Vögel und Säugetiere wichtig.

        Mittelfristig werden wir weitere Grundstücke erwerben, welche komplett (am Stück) mit Bäumen bepflanzt werden können.

        Sollten weitere Fragen offen sein, stehe ich gern zur Verfügung.

        1. Vielen Dank für die Antwort. Ich glaube zwar, dass Ihr in 20 Jahren enteignet werdet und Eure schönen hochwertigen Bäue dann gefällt werden, aber da es Euch offensichlich ernst ist werde ich das Projekt unterstützen und hoffe auf euren Idealismus.

          1. Hallo Dirk,

            wir danken für die Unterstützung.
            Costa Rica war in den letzten Jahrzehnten politisch stabil.
            Auch das Auswärtige Amt sieht dies so:
            „Costa Rica ist – was politische Stabilität und sozialen Frieden angeht – im zentralamerikanischen Kontext ein Musterland.”

            Natürlich kann es immer zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen.
            Wir jedenfalls werden alles in unserer Macht stehende dafür tun, dass die Bäume unserer Baumpaten nie gefällt werden.

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